Fleischmade – Der klassische Top-Köder für feine Friedfischangelei

Fleischmaden, auch einfach “Maden” genannt, zählen zu den bekanntesten und erfolgreichsten Naturködern überhaupt. Sie sind die Larven verschiedener Fliegenarten, vor allem der blauen und grünen Schmeißfliege sowie der Stubenfliege.

Erkennungsmerkmale

Die typische Fleischmade ist weißlich bis leicht cremefarben, walzenförmig und besitzt eine Größe von 3 bis 15 mm. Am Kopfende befinden sich kleine, dunkle Häkchen – das “Maulwerkzeug” –, mit dem die Made ihre Nahrung aufnimmt. Je nach Art unterscheidet sich die Größe, Beweglichkeit und Lebensdauer. Im Handel sind vor allem zwei Typen gängig:

  • Standardmade (Schmeißfliegenmade): etwa 8–12 mm, langlebig, kräftig, ideal für Weißfische.
  • Pinkies: kleinere, lebhaftere Larven der grünen Schmeißfliege, besonders beliebt in kaltem Wasser.

Lebensweise

Fleischmaden entstehen aus Fliegeneiern, die auf Aas oder organischem Material abgelegt werden. Innerhalb von 24 Stunden schlüpfen die Larven und beginnen sofort mit der Nahrungsaufnahme. Sie wachsen schnell und verpuppen sich nach 6–10 Tagen zur Fliege – ein Vorgang, der bei Anglern natürlich verhindert werden soll, da die Made sonst unbrauchbar wird.

Haltung & Lagerung

Damit Maden möglichst lange verwendbar bleiben, sollten sie kühl (4–8 °C) und trocken in speziellen Madeboxen mit atmungsaktivem Deckel gelagert werden. Zeitungspapier oder Kleie als Einstreu helfen gegen Kondenswasser und Fäulnis. Wichtig: Regelmäßiger Luftaustausch beugt Sauerstoffmangel vor.

Fischarten

Maden sind universell einsetzbar und eignen sich hervorragend für:

  • Weißfische wie Rotauge, Rotfeder, Ukelei
  • Karpfenartige wie Brassen, Karauschen, Güster, Schleien
  • Barschartige wie Barsch oder kleinere Zander (z. B. als Kombiköder mit Wurm oder Made)

Sie werden meist bei feinem Stippangeln, Matchangeln oder Feedern verwendet – auch als Hakenköder oder Futterzusatz.

Angelmethoden

Maden lassen sich ideal an feinen Haken der Größen 16 bis 20 anbieten. Gängig sind:

  • Einzelmade auf Hakenspitze
  • Made auf Haar (besonders bei sehr vorsichtigen Fischen)
  • Madenbündel (3–5 Stück auf dem Haken für größere Fische)
  • Kombiköder: Made + Mais, Made + Wurm, Made + Caster

Im Grundangeln oder beim Fischen auf scheue Fische wie Schleie oder Karausche kann eine Kombination aus angefeuchteter Made und Lockfutter wahre Wunder bewirken.