DIY-Angelköder – So baust du dir deine Köder einfach selbst

Günstig, kreativ und absolut fängig!

In jedem Angelshop findest du sie: Köder in allen Farben, Formen, Materialien – oft mit stolzen Preisen.

Aber wusstest du, dass viele hochwirksame Köder ganz einfach selbst gebaut werden können?

Aus Haushaltsgegenständen, Schrottteilen oder Naturmaterialien entstehen funktionierende, kreative und individuelle Angelköder.

Dieser Beitrag zeigt dir, wie du mit wenig Aufwand aus Löffeln, Büroklammern, Korken oder alten Spinnerteilen deine eigenen Köder baust – und warum das nicht nur Spaß macht, sondern auch dein Angeln verbessern kann.


🎣 Warum Köder selbst bauen?

Günstig: Ein guter Wobbler kostet 10–20 €. Selbstgemacht: unter 1 €.

Kreativ: Du gestaltest Form, Farbe, Laufverhalten ganz nach deinen Vorstellungen.

Individuell: Kein anderer Angler fischt genau denselben Köder – perfekt für misstrauische Fische.

Lehrreich: Du verstehst den Aufbau von Ködern besser und lernst mehr über deren Wirkung im Wasser.

Nachhaltig: Du verwendest alte Dinge weiter – das schont Umwelt und Geldbeutel.


🥄 Projekt 1: Der klassische Löffelblinker

Ein echter DIY-Klassiker – und völlig unterschätzt!

Du brauchst:

  • 1 Edelstahl-Teelöffel (ausrangiert)
  • Metallsäge oder Bolzenschneider
  • Bohrer
  • Sprengringzange
  • Drilling + Sprengringe + Wirbel

So geht’s:

  1. Löffelstiel absägen – nur der „Kopf“ wird verwendet.
  2. Je ein Loch vorn und hinten bohren (für Wirbel & Haken).
  3. Kanten entgraten, ggf. mit Feile glätten.
  4. Drilling & Wirbel einhängen – fertig!

💡 Tipp: Du kannst den Löffel lackieren oder mit reflektierender Folie bekleben – so wird er noch auffälliger.


🍷 Projekt 2: Pose aus Weinkorken

Warum kaufen, wenn du sie selber schnitzen kannst?

Du brauchst:

  • 1 Naturweinkorken
  • Holzspieß oder Schaschlikstab
  • Acrylfarben oder Lack
  • Schleifpapier
  • Heißkleber oder Klebstoff

So geht’s:

  1. Korken in gewünschte Form schleifen (z. B. rund, oval).
  2. Spieß mittig durchbohren – mit Schraube oder Holzbohrer.
  3. Kork bemalen: z. B. unten schwarz, oben neonfarben.
  4. Trocknen lassen – und montieren.

💡 Funktioniert super für Friedfisch, Forelle oder leichte Raubfischmontagen.


🌀 Projekt 3: Spinner aus Büroklammern

Einfach, genial, funktional – auch für Anfänger!

Du brauchst:

  • 1 große Büroklammer
  • Spinnerblatt (oder zurechtgeschnittene Konservendeckel)
  • Kugelblei oder Bullet Weight
  • Achsendraht (oder die Klammer aufbiegen)
  • Perlen + Drilling

So geht’s:

  1. Klammer zu einem geraden Draht aufbiegen.
  2. Kugelblei + Perlen + Spinnerblatt auffädeln.
  3. Am Ende eine Öse für den Haken biegen.
  4. Oben eine Öse für den Wirbel formen.

💡 Tuning: Spinnerblätter kannst du auch aus alten Dosen oder Kronkorken basteln!


🌳 Projekt 4: Naturköder mit selbstgebautem Köderhalter

Wenn du lieber mit „echtem“ Köder fischst (Wurm, Made, Fischfetzen), kannst du dir einen einfachen Köderhalter selbst bauen:

  • Verwende einen Drahtbügel oder Stecknadel,
  • Biege eine kleine Spirale,
  • Klebe diese auf den Hakenschenkel oder ziehe sie über den Haken.

So hält dein Naturköder besser, auch bei Würfen oder im Fluss.


🧪 Bonus: Softbait aus Gummihandschuh?

Noch experimenteller: Schneide aus alten Latexhandschuhen dünne Streifen, die sich wie ein Twister im Wasser bewegen.

Mit etwas Farbe, Glitzer oder Knoblauchspray kannst du ganz individuelle Gummiköder basteln – perfekt für Barsch, Döbel & Forelle.


🧠 Fazit: Köderbau macht Spaß – und bringt Fisch!

DIY-Köder sind mehr als nur Bastelarbeit – sie zeigen, wie viel Technik und Überlegung im Angeln steckt.

Du wirst merken: Sobald du deinen ersten selbstgebauten Köder zum Biss geführt hast, willst du nie wieder ohne losziehen.

Also ran an die Werkbank – dein kreativster Köder wartet schon auf seinen ersten Fang!