Maikäfer – Ein Klassiker unter den Naturködern

Erkennungsmerkmale

Der Maikäfer (Melolontha melolontha) ist einer der bekanntesten Käfer Mitteleuropas. Mit einer Länge von etwa 2,5 bis 3 cm, einer rötlich-braunen Färbung und den typischen fächerförmigen Fühlern ist er leicht zu identifizieren. Sein Körper ist an der Unterseite grau behaart, die Flügeldecken sind braun, und das schwarze Halsschild trägt zur markanten Erscheinung bei. Auffällig sind die kurzen, kräftigen Beine und die breiten, rötlich transparenten Flügel, die im Flug sichtbar werden.

Lebensweise

Maikäfer leben als Larve, der sogenannten Engerling, mehrere Jahre unter der Erde. Die Engerlinge ernähren sich zunächst von Humus und Wurzeln, später von Pflanzenteilen. Im ausgewachsenen Stadium ernährt sich der Maikäfer von den Blättern verschiedener Laubbäume – besonders Eichen, Buchen und Kastanien. Während ihrer Schwärmzeit im Mai fliegen sie in großen Gruppen, angelockt durch warme Abende und günstige Wetterlagen.

Die Fortpflanzung erfolgt meist kurz nach dem Schwärmen: Die Weibchen legen ihre Eier einige Zentimeter tief in den Boden, bevorzugt an offenen, sandigen Stellen. Nach mehreren Jahren verpuppen sich die Larven und erscheinen im folgenden Frühjahr als Käfer.

Fang und Hälterung

Maikäfer lassen sich besonders gut in der Abenddämmerung oder in den frühen Morgenstunden fangen – bevorzugt in der Schwärmzeit Anfang Mai. Sie fliegen schwerfällig, oft tief über Wiesen und Wege. Am besten fängt man sie, wenn sie sich an Pflanzen oder Baumstämmen niedergelassen haben. Alternativ kann man Käfer auch durch Schütteln von Büschen oder Baumästen zu Boden fallen lassen und einsammeln.

Zur Hälterung eignet sich ein durchlüftetes Behältnis mit Laub. Kühl gelagert, sind sie einige Tage haltbar.

Fischarten

Der Maikäfer ist ein ausgezeichneter Naturköder für viele Fischarten. Besonders erfolgreich ist er auf:

  • Döbel
  • Rotauge
  • Barsch
  • Forelle
  • Karpfen

Sowohl lebend als auch tot eingesetzt, entfaltet er sein volles Potenzial als Köder.

Angelmethoden

Beim Angeln mit Maikäfer kann sowohl die Pose als auch das Grundblei genutzt werden. Die Montage erfolgt klassisch mit Einzelhaken (Größe 4–8), wobei der Haken möglichst unauffällig unter dem Halsschild eingestochen wird, um eine natürliche Präsentation zu gewährleisten.

An leichten Spinnruten oder in Kombination mit einer Wasserkugel lässt sich der Käfer auch an der Oberfläche führen – ideal für Döbel und Forellen in Fließgewässern.