Madenpuppe – Der unterschätzte Köder für Friedfischangler

Erkennungsmerkmale

Die Madenpuppe – auch “Caster” genannt – ist das vorletzte Entwicklungsstadium der Schmeißfliegen. Optisch ähnelt sie einer kleinen, braunen Wurst mit einer glatten, festen Außenhaut. Die Größe liegt zwischen 8 und 15 mm bei einem Durchmesser von etwa 3–4 mm. Anfangs sind die Puppen cremefarben bis braun, später nehmen sie eine dunkelbraune bis schwarze Färbung an – ein Zeichen, dass sie bald schlüpfen und nicht mehr als Köder geeignet sind.


Lebensweise und Entwicklung

Die Verpuppung beginnt etwa 6 Tage, nachdem sich die Made sattgefressen hat. Die Made zieht sich zurück, die Haut verhärtet sich, und im Inneren beginnt die Metamorphose zum Fliegeninsekt. Bei kühler Lagerung (1–5 °C) kann dieser Prozess verlangsamt und die Puppe über bis zu 1 Woche einsatzbereit gehalten werden.


Beschaffung und Haltung

Puppen können im Fachhandel bezogen oder selbst erzeugt werden, indem man Maden in feuchtem Sägemehl bei Raumtemperatur einige Tage lagert. Für eine längere Haltbarkeit empfiehlt sich die Lagerung in einem belüfteten, trockenen Behälter im Kühlschrank.

Achtung: Dunkel gefärbte oder schwebende Puppen sind nicht mehr zum Angeln geeignet.


Fischarten

Die Madenpuppe ist ein äußerst attraktiver Köder für viele Friedfische, insbesondere:

  • Brassen
  • Rotaugen
  • Rotfedern
  • Karpfen
  • Döbel
  • Hasel
  • Barben

Vor allem bei starker Beangelung oder in Gewässern mit hohem Angeldruck bieten Puppen eine hervorragende Alternative zur Made, da sie härter und unauffälliger sind.


Angelmethoden

Die Puppe wird in erster Linie an feinen Stipp- und Matchruten gefischt. Auch beim Feederangeln oder als Zusatzköder am Haar (Cocktailköder mit Made, Mais, Wurm) funktioniert sie hervorragend.

Hakentipps:

  • Hakengröße: 14–18
  • Vorfachstärke: 0,08–0,15 mm
  • Bei weichen, hellen Puppen den Haken mittig einführen
  • Bei festen Puppen: seitlich unter der Haut einstechen, sodass die Spitze frei bleibt und der Köder lebendig wirkt

Der „Cocktailköder“ für Brassen:

  • 1 Madenpuppe
  • 1 rote Made
  • Optional: 1 Maiskorn Diese Kombination erzeugt mehr Reiz und Bewegung – besonders effektiv in trübem Wasser!

Fazit

Die Madenpuppe ist ein vielseitiger, unterschätzter Naturköder, der in keinem Friedfischarsenal fehlen sollte. Mit der richtigen Lagerung und Hakenführung bringt sie auch bei vorsichtigen Fischen zuverlässig Bisse.