Bienenmade als Köder: Der Geheimtipp für Friedfisch & Forelle

Erkennungsmerkmale

Die Bienenmade ist eine auffällig gefärbte, meist cremeweiße bis gelbliche Larve, etwa 1,5–2,5 cm lang und leicht gekrümmt. Anders als Maden oder Mehlwürmer hat sie eine weichere Haut, einen feinen Honiggeruch und eine zarte Konsistenz, die besonders Forellen, Schleien, Karpfen, Rotfedern und Barsche unwiderstehlich finden.

Viele Angler kennen sie unter dem Begriff „Wachsmottenlarve“, da sie ursprünglich aus Imkereien stammt. Inzwischen ist sie aus dem Angelhandel nicht mehr wegzudenken – vor allem in spezialisierten Angelshops in Bayern, Niedersachsen und Baden-Württemberg findet man hochwertige Bienenmaden ganzjährig.


Lebensweise und Herkunft

Die Bienenmade ist die Larve der Wachsmotte (Galleria mellonella). Sie lebt normalerweise in Bienenstöcken und ernährt sich dort von Wachsresten und Honigpollen. Diese nährstoffreiche Diät macht sie zu einem besonders energiereichen Köder – ideal für träge Fische oder kalte Jahreszeiten.

Züchter halten die Larven bei kontrollierten Temperaturen um 10 °C, damit sie sich nicht verpuppen. Dadurch bleibt ihre Struktur für die Fischerei optimal erhalten.


Fangmethoden

Bienenmaden können einzeln, im Bündel oder als Kombiköder verwendet werden. Besonders bewährt haben sich die folgenden Methoden:

  • Stillwasser (Seen, Teiche): Auf Grund oder mit feiner Posenmontage (Haken Gr. 14–10, Vorfach 0,14–0,18 mm)
  • Fließgewässer: Mit zusätzlichem Bleischrot und Strömungsköderführung
  • Forellenseen: Klassisch am Forellenhaken oder kombiniert mit einem Powerbait-Teig
  • Zupfen mit der Sbirolino-Montage (aktive Führung bei Sichtfischen)

🧠 Tipp: Bienenmaden erzeugen unter Wasser eine leichte Duftspur – besonders effektiv in klarem Wasser mit hohem Fischdruck!


Einsatzgebiete & Saison

Die Bienenmade ist ganzjährig einsetzbar, besonders aber im Frühling und Herbst, wenn natürliche Insekten seltener werden. Sie ist:

  • extrem fängig an Forellenseen in NRW, Hessen und Sachsen
  • beliebt bei Wettanglern an der Donau, Elbe und Mosel
  • unschlagbar beim Winterangeln, wenn andere Köder versagen

Lagerung & Haltbarkeit

Lagere Bienenmaden kühl bei 4–8 °C in einer luftdurchlässigen Box mit Holzspänen oder Papierwolle. Bei richtiger Lagerung halten sie bis zu 3 Wochen.

Achte auf Frische – eine gute Bienenmade ist fest, glänzend, und leicht beweglich. Matschige Larven oder ein säuerlicher Geruch sind ein Zeichen für Überlagerung.


Fischarten

Die Bienenmade ist ein universeller Friedfischköder und lockt besonders:

  • 🎯 Forellen
  • 🎯 Schleien
  • 🎯 Rotfedern
  • 🎯 Karpfen
  • 🎯 Barsche
  • 🎯 Weißfische

In Kombination mit Maden oder Mais lassen sich Cocktails für gezielte Ansprache großer Exemplare zusammenstellen.

🧠 Fazit

Die Bienenmade ist ein echter Geheimtipp für moderne Angler, die mit natürlichen, aber hochwirksamen Ködern arbeiten wollen. Durch ihre Attraktivität, Vielseitigkeit und einfache Handhabung hat sie sich längst einen festen Platz im Köderarsenal verdient.

Sie ist nicht nur ein Top-Köder für Forelle & Co., sondern vor allem eine Waffe für schwierige Bedingungen, kaltes Wasser und überfischte Gewässer.